Wie wir einst noch zu einem Stamm werden könnten

Der Autor reflektiert kritisch über Identität, kulturellen Verlust und das schwierige Miteinander von Ungarndeutschen und neu zugezogenen Deutschen. Zwischen gut gemeinter Hoffnung und ernüchternder Realität stellt sich die Frage: Kann eine Gemeinschaft von innen heraus erneuert werden – oder ist der Zerfall unumkehrbar?

80 Jahre Vertreibung aus der alten Heimat

Heute vor 80 Jahren begann die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn – als erste Gemeinde traf es das nahe Budapest gelegene Wudersch. Seit über zehn Jahren begehen wir am 19. Januar den Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung. Anlässlich des Gedenktages lesen Sie einen Beitrag des Heimatvertriebenen Johann Geigl aus Plankenhausen/Győrsövényház.

„Man kann Minderheitenpolitik nicht aus der Opposition heraus betreiben”

Gregor Gallai, Spitzenkandidat der Deutschen Liste, erklärt im Interview mit der „Népszava“, warum Minderheitenpolitik nur durch Kooperation mit der Regierung wirksam sein kann. Er spricht über Generationenwechsel, Dialogfähigkeit über Parteigrenzen hinweg und seine Haltung zur bisherigen Minderheitenpolitik. Ein spannender Einblick in politische Verantwortung und Gratwanderungen.

Jugend – Pfand der Zukunft

Im Gespräch mit Tamás Taschner, dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Ödenburg, wird klar: Die Zukunft der Gemeinschaft liegt in der Jugend. Mit Workshops, Kurzfilmprojekten, Festen und einer neuen zweisprachigen Homepage will er Identität und Sprache stärken. Trotz Herausforderungen bei den Deutschkenntnissen setzt Taschner auf Engagement, Offenheit und neue Ideen.

Geschichte wird lebendig

Der Nationale Atlas Ungarns beeindruckt kartographisch – doch blendet er zentrale historische Wahrheiten aus. Besonders die Geschichte der Ungarndeutschen, Assimilation und Vertreibung nach 1945 bleiben weitgehend unerwähnt. Was bedeutet es, wenn Karten sprechen, aber Geschichte schweigt? Ein kritischer Blick auf ein Werk, das mehrstimmig hätte sein müssen.

Ungarns Nationaler Atlas

Der Nationale Atlas Ungarns beeindruckt kartographisch – doch blendet er zentrale historische Wahrheiten aus. Besonders die Geschichte der Ungarndeutschen, Assimilation und Vertreibung nach 1945 bleiben weitgehend unerwähnt. Was bedeutet es, wenn Karten sprechen, aber Geschichte schweigt? Ein kritischer Blick auf ein Werk, das mehrstimmig hätte sein müssen.

Einige Krümel aus der schon längst vergessenen Kötschinger Mundart (Kötsching 24)

Ein Dorf, eine fast verlorene Stimme: Kötsching/Kötcse war einst eine deutschsprachige Insel im ungarischen Umfeld. Der Beitrag zeigt, wie politische und gesellschaftliche Einflüsse den schleichenden Sprachverlust beschleunigten – und welche wenigen Mundart-Fragmente bis heute überlebt haben. Ein stilles kulturelles Erbe, das bewahrt werden soll.

Die sieben Kameraden

Es ist knapp über 50 Jahre her, dass eine Folge von Sagen, Märchen und überlieferten Erzählungen aus der Branauer Region (Komitat Branau) vom Leben der Bergleute erschien. Die Märchen der Branauer Bergleute wurden von Dr. Karl Vargha und Dr. Béla Rónai gesammelt und im Band “Der schlaue Bergmannsknappe” im Jahr 1973 vom Demokratischen Verband der Deutschen in Ungarn, Budapest herausgegeben.

Eine Frage des Bekenntnisses

Ein Name ist mehr als nur ein Wort – er ist Erinnerung, Identität und Familienerbe. Ungarndeutsche erzählen, warum sie ihre einst madjarisierten deutschen Familiennamen wieder angenommen haben: aus Stolz, aus Verbundenheit mit den Vorfahren und als Zeichen einer neuen Freiheit. Welche Geschichten, Emotionen und Hürden dahinterstehen, zeigt dieser bewegende Beitrag.

„Wir sind eine Insel”

Die 1000-Seelen-Gemeinde Ratka im Tokajer Weinbaugebiet geht in Ungarn einen einzigartigen Weg: Gemeinderat und Deutscher Siedlungsgemeinderat bilden eine juristische Einheit. Das Modell stärkt Identität, Bildung und Finanzierung – trotz demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Warum Ratka bewusst „eine Insel“ bleiben will und was andere davon lernen könnten, lesen Sie im Artikel.

Johann Sebastian Bach, der ungarndeutschstämmige Musikfürst?

Johann Sebastian Bach – ein ungarndeutscher Musikfürst? Kurz vor seinem Tod diktierte Johann Sebastian Bach sein musikalisches Vermächtnis. Doch auch seine Herkunft fasziniert: Stammt die berühmte Bach-Familie aus dem ungarndeutschen Raum? Hinweise führen nach Oberungarn und prägen bis heute das kulturelle Selbstverständnis. Selbst Größen wie Franz Liszt, Zoltán Kodály und Béla Bartók standen unter seinem Einfluss. Entdecken Sie die spannende

Ein alter Beruf international vernetzt

Tradition trifft Weltkulturerbe. In Großnaarad hält Johann Sárdi jun. ein jahrhundertealtes schwäbisches Handwerk lebendig: die Blaufärberei. Mit Indigo aus Indien, viel Geduld und internationalem Austausch verbindet er Chemie, Kultur und Kreativität. Wie eine kleine Werkstatt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes wurde und warum Blaudruck auch heute noch fasziniert – das erfahren Sie im Interview.

Herkunft verpflichtet

Herkunft verpflichtet: Die ungarndeutsche Studentin Kinga Magenheim war Delegierte beim ersten Deutsch-Ungarischen Jugendparlament im ungarischen Parlament. Sie spricht über Identität, gelebte Diskussionskultur, historische Verantwortung und ihren Einsatz für die Zukunft der Ungarndeutschen – geprägt von Familiengeschichte und persönlicher Haltung. Ein Porträt über Mut, Engagement und Brückenbauen.

Das DAAD-Informationszentrum in Ungarn schließt seine Türen

Das DAAD-Informationszentrum Budapest schließt nach über 20 Jahren seine Türen – ein spürbarer Einschnitt für das deutsch-ungarische Bildungsumfeld. Trotz weltweiter Umstrukturierung betont der DAAD seine weitere Verantwortung gegenüber ungarischen Studierenden und Forschenden. Beratung und Programme bleiben bestehen, doch die physische Präsenz geht verloren. Was bedeutet das langfristig für akademische Mobilität?

Höhenflug der Einsamkeit

Die einsame Nachtigall der ungarndeutschen Lyrik: Valeria Koch. Johann Till zeichnet das Porträt einer Dichterin, deren kurze, dichte Gedichte von Einsamkeit, Trauer und existenzieller Suche geprägt sind – und doch auch von Leidenschaft und Sehnsucht aufblitzen. Sprachlich brillant, innerlich zerbrechlich, bleibt ihr Werk ein bewegendes Zeugnis ungarndeutscher Literatur.

Die Bergmannsfrau und die Hexe

Es ist knapp über 50 Jahre her, dass eine Folge von Sagen, Märchen und überlieferten Erzählungen aus der Branauer Region (Komitat Branau) vom Leben der Bergleute erschien. Die Märchen der Branauer Bergleute wurden von Dr. Karl Vargha und Dr. Béla Rónai gesammelt und im Band “Der schlaue Bergmannsknappe” im Jahr 1973 vom Demokratischen Verband der Deutschen in Ungarn, Budapest herausgegeben.

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