
Wie lässt sich Geschichte in Stein meißeln? Der ungarndeutsche Künstler Johann Ruppert verarbeitet in Skulpturen, Grafiken und Bildern Vertreibung, familiäre Traumata und Fragen der Identität. Seine Werke sind persönliche Erinnerung und kulturelles Zeugnis zugleich – geprägt von Nadasch, deutscher Sprache und moderner Kunst. Warum ihm manche Skulpturen so viel bedeuten, dass er sie niemals verkaufen würde?
Vom Familienbetrieb zum industriellen Großabfüller. Josef Kleisz erzählt die Geschichte des Unternehmens,...
Der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich, kurz VLÖ.
Ein Verein...
Sind Traditionen im 21. Jahrhundert wirklich überholt – oder gerade heute wichtiger denn je? Ungarndeutsche Bräuche, gemeinsames Feiern, Musik und Tracht stärkten einst Zusammenhalt und Zugehörigkeit. Auch in einer individualisierten, digitalen Gesellschaft können Traditionen Begegnungen schaffen und Generationen verbinden. Entscheidend ist, sie nicht starr zu bewahren, sondern zeitgemäß weiterzuentwickeln
Ein Leben zwischen Zwangsarbeit, verlorener Familie und drei Identitäten: Jurij Lapšin (Georg Arnold) wurde 1948 als Sohn eines deportierten Ungarndeutschen in Baschkirien geboren. Seine Geschichte erzählt von den Wunden des GULAG-Systems, jahrzehntelanger Trennung und einer bewegenden Wiederbegegnung mit seinen ungarischen Wurzeln. Sein letzter Wunsch berührt besonders. Erfahren Sie mehr über diesen außergewöhnlichen mittelosteuropäischen Lebensweg – lesen Sie den ganzen Beitrag!
Wie wurden junge ungarländische deutsche Frauen Mitte der 1930er Jahre für nationalsozialistische Ziele instrumentalisiert? Der Beitrag zeichnet den Aufstieg der NS-Funktionärin Irma Steinsch nach, ihre Schulungslager, ideologische Einflussnahme und den Konkurrenzkampf um die „Volkstumsarbeit“ in Ungarn – bis zum spektakulären Scheitern 1936. Ein bedrückender Einblick in politische Manipulation und Karriereambitionen.
Robert Becker blickt kritisch auf Anpassung, Macht und Verantwortung innerhalb der ungarndeutschen Gemeinschaft. Zwischen kurzfristigem persönlichem Vorteil und dem Erhalt kultureller Identität stellt sich eine unbequeme Frage: Was hinterlassen wir kommenden Generationen – fruchtbaren Boden oder ausgelaugte Felder? Ein pointierter Essay über Opportunismus, Gemeinschaft und Zukunftsverantwortung.
Überraschende Wende im Wuderscher Heimatmuseum: Georg Boros äußert sich zur Vertragsauflösung von Kathi Gajdos-Frank und spricht über 15 Jahre Zusammenarbeit, unterschiedliche Vorstellungen und einen unerwarteten Abschied. Trotz Diskussionen sei das Verhältnis gut geblieben. Was steckt hinter der Entscheidung – und wie geht es weiter?
Ein neues Kapitel für Ungarns Nationalitäten beginnt: neue parlamentarische Strukturen, ein eigenständiges Stellvertretendes Staatssekretariat und ein einstimmig gewählter Ausschussvorsitzender sollen ihre Interessen künftig stärken. Doch wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen verlangen Wachsamkeit und Zusammenhalt. Welche Chancen eröffnet die neue Legislaturperiode für die Ungarndeutschen und andere Nationalitäten?
Auf den Spuren der eigenen Familiengeschichte: Josef Szarvas fährt die Fluchtroute seiner Großeltern und seiner Mutter von 1944 mit dem Fahrrad nach – bis zum „Wagnerhof“ in Pfosendorf. Zwischen Erinnerungen, Zufällen und bewegenden Begegnungen wird die Reise zu einer ganz persönlichen Spurensuche. Was blieb nach acht Jahrzehnten von der Fluchtgeschichte erhalten?
Der Duft einer Kartoffelsuppe weckt Erinnerungen an eine längst vergangene Kirchweih: Ringelspiel, Blasmusik, festlich gedeckte Tische und ein ganzes Dorf voller Vorfreude. Klara Burghardt erzählt von Kindheit, Gemeinschaft und Traditionen, die heute nur noch in Erinnerungen und vertrauten Rezepten weiterleben.
Wie viel schwäbisches Erbe lebt heute noch in Ketsching(e)-Tuwoke? Richard Guth begegnet Mundartsprechern, entdeckt überraschend viele deutsche Grabinschriften und hört Erinnerungen an Vertreibung, Zuwanderung und eine einst geschlossene Dorfgemeinschaft. Doch Abwanderung und Sprachverlust verändern den Ort spürbar. Eine Reise zwischen lebendiger Tradition und stillem Wandel. Jetzt weiterlesen und das Dorf neu entdecken!
Mit seinem zweibändigen Werk „Végszó“ bewahrt der Historiker Dr. Georg Ritter die letzten Botschaften der ungarndeutschen Kriegsgeneration. 162 Zeitzeugen berichten über Krieg, Vertreibung, Enteignung und Entbäuerlichung – differenziert, persönlich und jenseits einfacher Opfer-Täter-Bilder. Ihre Erfahrungen zeigen, was verloren ging und was für kommende Generationen weitergedacht werden muss.
Sprache lebt nur, wenn sie im Alltag gesprochen wird. Im Großinterview blickt Prof. Dr. Elisabeth Sándor-Szalay auf zwölf Jahre Minderheitenarbeit zurück, erklärt Stärken und Schwächen des ungarischen Minderheitenschutzes und warnt vor Sprachverlust, Hassrede und indirekter Diskriminierung. Warum Gesetze allein Identität nicht bewahren können – und was sich dringend ändern muss.
Wie lebt ungarndeutsche Identität in einer globalisierten Welt weiter? Die junge Generation verbindet Tradition mit modernen Werten, digitalen Netzwerken und neuem Gemeinschaftsgefühl. Ob Sprache, Kultur oder Engagement: Wurzeln werden heute nicht nur bewahrt, sondern kreativ neu interpretiert. Warum gerade darin eine große Chance für die Zukunft der Ungarndeutschen liegt?
Welche Geschichten verbergen sich in alten Truhen, bemalten Möbeln und vergessenen Schätzen aus Großmutters Sommerküche? Volkskunsthandwerkerin Eva Ament spricht über ihre schwäbischen Wurzeln, jahrhundertealte Motive und die stille Bewahrung unseres kulturellen Erbes. Warum Tradition mehr als bloße Dekoration ist und wie sie lebendig bleiben kann, erfahren Sie im Interview.
Was bleibt, wenn Sprache, Mundart und Zugehörigkeit über Generationen verloren gehen? Aron August Hohmann erzählt von Familienerbe, Assimilation und der Suche nach einer Identität zwischen Ungarn und dem deutschen Sprachraum. Seine klare Botschaft: Erinnerung bewahren, Verbindungen neu schaffen und Herkunft selbstbewusst leben.
Wie entwickelte sich Sagetal vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer Hochburg wandernder Maurer? Der Beitrag erzählt von Tabakanbau, Auswanderung, Magyarisierung, wachsendem Wohlstand und den schweren Folgen des Ersten Weltkriegs. Eine Geschichte über Fleiß, soziale Gegensätze und den starken Willen zum Aufstieg. Jetzt weiterlesen und Sagetals bewegte Vergangenheit entdecken!
















